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Ein Tarot-Deck besteht zumeist aus 78 Karten. Diese Zahl entspricht der Summe der ersten zwölf Zahlen (1+2+3+4+5+6+7+8+9+10+11+12 = 78).
Da die Zahl 12 für Vollständigkeit steht, wird die Zahl 78 als das große Ganze angesehen.
Einige wenige Decks weichen von dieser Zahl ab, so hat z. B. das Universal-Tarot von Maxwell Miller nur 74 Karten,
da sich der Künstler aus astrologischen und numerologischen Gründen entschloss, die Pagen-Karten zu entfernen. Außerdem gibt es Ausgaben,
welche aus 80 Karten bestehen. Gelegentlich werden daher die beiden überzähligen Karten mit weiteren Bildern, bei einigen Ausgaben des
von Aleister Crowley entworfenen Thoth-Decks z. B. mit verworfenen Entwürfen für den Magier, bedruckt.
Manche Deutungssysteme beziehen diese Karten, die vom Schöpfer des Decks nicht als Teil des Decks betrachtet wurden,
in die Auslegung mit ein. Weiterhin gibt es einige Decks, die lediglich aus den 22 Trumpfkarten der großen Arkana bestehen.
Die 78 Karten teilen sich in die sogenannte große und kleine Arkana, gelegentlich auch „das große und kleine Arkanum“ genannt
(von lat. arcanum Geheimnis).
Die drei bekanntesten und einflussreichsten Decks sind das Marseille-, das Rider-Waite- und das Crowley-Tarot.
Mein Favorit ist allerdings das Tarot mit Malereien von Salvador Dalí. Es ist ein sehr ausdrucksstarkes Deck.
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Über die genaue Entstehung des Tarots sind sich die Fachleute bis heute nicht im Klaren. Einigkeit besteht allerdings über
die Orte der Entstehung, in China und Korea wurden die ältesten Exemplare von Tarotdecks gefunden.
Der Erste Europäer der sich mit den Tarotkarten beschäftigte und Spekulationen über dessen Urpsrung anstellte war
Antoine Court de Gébelin. De Gébelin war ein großer Gelehrter seiner Zeit, der den Freimaurern und der Pariser Loge der
"Les Amis Réunis" angehörte, diese Loge beschäftigte sich mit der Wiederenteckung geheimer Lehren, und so weckte eine alte
Freundin von Ihm, sein interesse, als sie ihm ein Kartenspiel, welches sie Tarot nannte, vorführte.
De Gébelin war überzeugt das dieses Tarot eine Geheimlehre aus dem alten Ägypten sei, er leitete den Namen aus Ta Ro
ab, was so viel wie "Der Weg des Königs" bedeutet.
De Gébelins Überzeugung hat sich lange gehalten, bis 1822 die Entschlüsselung der Hieroglyphen gelang, wobei sich herausstellte
dass de Gébelin mit seiner Annahme diese Hieroglyphen bedeuten Ta Ro, falsch lag. Dennoch blieb die Überzeugung die Tarotkarten
seien auf ein verschlüsseltes Weissheitsbuch des alten Ägyptens zurückzuführen. Was heute durch die Auffindung der ältesten
Tarotdecks in China und Korea widerlegt ist.
Ob die Tarotkarten sich aus einem einfachen Spieldeck entwickelt haben, oder ob es umgekehrt war, ist unklar, sicher ist jedoch,
aufgrund der großen Ähnlichkeit der kleinen Arkana mit normalen Spielkarten, dass diese eine gemeinsame Vergangenheit haben.
Die ersten die die Tarotkarten aufgriffen und in die neuen heidnischen Lehren mit einbanden waren die Rosenkreuzer, unter
denen Eliphas Levi, französischer Schriftsteller und Kabbalist, als erster den Tarotkarten Elemente zuordnete.
Er sah auch eine Verbindung zwischen den 22 Karten der großen Arkana und den 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets.
Aus den Rosenkreuzern bildete sich um 1885 eine Geheimgesellschaft The Golden Dawn (Die Goldene Dämmerung).
Sie gründeten ihre Lehre auf der Kabbala, eine mittelalterliche Philosophie des spanischen Judentums, symbolisiert durch einen Lebensbaum.
Einer der Mitglieder war Arthur Edward Waite, der durch die Anfertigung seiner Tarotkarten mithilfe von Pamela Coleman Smith bekannt wurde.
Dieses heute sehr bekannte Deck ist das Rider-Waite-Tarot. Auch das mindestens ebenso bekannte Crowley-Tarot hat dort seinen Ursprung.
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